M&A, Ad-hoc, Krise: englische Fassungen, die auf Anhieb sitzen müssen

Transaktions- und Krisenkommunikation umfasst die Texte, mit denen ein Unternehmen über Übernahmen, Fusionen, kursrelevante Ereignisse und Krisen informiert. Sie entsteht unter Zeitdruck und meist vor der Veröffentlichung. Gelesen wird sie Wort für Wort, von Investoren, Analysten, Mitarbeitenden und Journalisten. Bei international gelesenen Unternehmen kommt fast immer eine englische Fassung dazu, und deren Übersetzung steht unter demselben Zeitdruck.

Zwei Kolleginnen verfolgen konzentriert eine Abstimmung am Bildschirm

BMP World Wide Writers (Burton, Münch & Partners World Wide Writers GbR) ist eine Adaptionsagentur in Düsseldorf, die Unternehmens- und Markenkommunikation internationalisiert. M&A-Transaktionen, Krisen- und Vorstandskommunikation gehören bei uns zum Bereich IR/PR.

Wir arbeiten für Unternehmen und ihre Investor-Relations-Teams ebenso wie für die Agenturen für Strategie- und Finanzkommunikation, die sie beauftragen.

„Gerade in IR-Zusammenhängen, in strategisch wichtigen Phasen oder heiklen Momenten muss die Kommunikation auf Anhieb sitzen. Wir helfen Unternehmen dabei, auch international die richtigen Worte zu finden.“

BMP World Wide Writers

Welche Texte dazugehören

Jeder Anlass hat seine eigenen Textsorten, und jede stellt andere Anforderungen an die englische Fassung. Welche davon Sie brauchen, besprechen wir zu Beginn mit Ihnen.

Anlässe, typische Texte und worauf es in der englischen Fassung ankommt
AnlassTypische TexteWorauf es ankommt
Ad-hoc-PublizitätAd-hoc-Mitteilung, begleitende PressemitteilungDie Meldung muss unverzüglich hinaus. Jede Zahl, jede Einschränkung und jedes „voraussichtlich“ muss im Englischen genauso viel versprechen wie im Deutschen, nicht mehr und nicht weniger.
Übernahme, Fusion, VerkaufTransaktionsmeldung, Angebotsunterlage, begründete Stellungnahme von Vorstand und Aufsichtsrat, Brief an Mitarbeitende, KundeninformationDieselben Begriffe in allen Dokumenten, vom Signing bis zum Closing. Was juristisch formuliert ist, bleibt juristisch präzise.
KriseStatement, Sprachregelung, Fragen und Antworten für Sprecher, Brief an Kunden oder MitarbeitendeIn jeder Sprache dieselbe Verantwortung und dieselben Zusagen, keine mehr.
Change und RestrukturierungMitarbeiterinformation, Intranet-Texte, VorstandsbriefBelegschaften in mehreren Ländern lesen dieselbe Nachricht zur selben Zeit, in einer Sprache, die nicht nach Zentrale klingt.
VorstandskommunikationRede, Interview, Brief an die AktionäreDie persönliche Stimme der Person, die spricht, auch auf Englisch.

Wo ein Wort die Aussage verschiebt

Bei Transaktionen und in Krisen wird jede Formulierung gegen das Original gelesen, von Analysten, Anwälten und Journalisten. Kleine Verschiebungen ändern die Aussage: Aus Gesprächen werden Verhandlungen, aus einer Absicht wird eine Zusage.

Deutsche Formulierungen und ihre übliche englische Entsprechung
DeutschEnglischWorauf zu achten ist
beabsichtigtintends to„will“ klänge nach einer festen Zusage
führt Gesprächeis in talks„negotiations“ hieße, die Sache sei schon weiter
vorbehaltlich der behördlichen Genehmigungensubject to regulatory approvalsBedingungen bleiben so sichtbar wie im Original
unverbindliche Interessenbekundungnon-binding expression of interestkeine Bindung erzeugen, die es nicht gibt
Insiderinformationinside informationso heißt der Begriff in der englischen Fassung der Marktmissbrauchsverordnung (MAR), nicht „insider information“
Angebotsunterlageoffer documentFachbegriff des Übernahmerechts (WpÜG)
begründete Stellungnahmereasoned statementdie Stellungnahme von Vorstand und Aufsichtsrat der Zielgesellschaft
AufsichtsratSupervisory Board„board of directors“ beschreibt ein anderes, einstufiges System

Wie das in der Praxis ankommt, beschreibt Dr. Phoebe Kebbel von der Hering Schuppener Gruppe:

„Burton Münch & Partners sind ein sicheres Investment bei internationalen M&A-Projekten: Es gibt kein anderes Übersetzerteam, das auch hochkomplexe Inhalte so kompetent durchdringt, politisch heikle Wordings so differenziert und auf den Punkt wiedergibt und immer wieder so souverän den perfekten Ton trifft.“

Dr. Phoebe Kebbel, Managing Partner, Hering Schuppener Gruppe

Tempo über Zeitzonen

Krisen halten sich nicht an Bürozeiten. Transaktionsmeldungen auch nicht.

Unser Netzwerk arbeitet in mehreren Zeitzonen. Und auch wenn unsere Devise heißt „Immer quick, nie dirty“: Über Nacht oder übers Wochenende ist bei uns genauso selbstverständlich wie bei unseren Kunden. Weil wir einzelne Kunden mit denselben Teams betreuen, kennen diese Teams Ihr Unternehmen und Ihre Terminologie schon, bevor es eilig wird.

Vertraulichkeit

Den vertraulichen Umgang mit Ihren Daten nehmen wir sehr ernst. Schließlich arbeiten wir mit Ihren Texten, Ideen und Informationen schon lange, bevor sie der Markt zu sehen bekommt. Für die Übergabe bieten wir neben E-Mail-Verschlüsselung einen Up- und Download mit SSL-Verschlüsselung.

Bei börsennotierten Unternehmen kommt eine Pflicht hinzu, die beim Emittenten liegt: Er führt eine Liste aller Personen, die Zugang zu Insiderinformationen haben. Die Marktmissbrauchsverordnung (Art. 18 MAR) zählt dazu auch Personen, die nicht angestellt sind, aber Aufgaben mit diesem Zugang wahrnehmen, etwa Berater.

Zusammenarbeit mit Ihrer Kommunikationsberatung

Bei Transaktionen und Krisen sitzt oft eine Beratung für Strategie- und Finanzkommunikation mit am Tisch. Wir arbeiten mit beiden Seiten: Seit vielen Jahren vertrauen uns Unternehmen, ihre Investor-Relations-Teams und die Agenturen, die sie beauftragen, bei bedeutenden M&A-Transaktionen, in der Krisen- und in der Vorstandskommunikation.

In unserer Referenzliste stehen unter den Agenturen unter anderem Brunswick Group, Deekeling Arndt Advisors, Hering Schuppener Consulting und Weber Shandwick. Die vollständige Liste finden Sie im Showcase.

Regeln im Überblick

Für börsennotierte Unternehmen geben Gesetz und Börse den Rahmen vor, bis hin zur Sprache.

Regeln zu Ad-hoc-Mitteilungen und Übernahmeangeboten
DokumentRegelQuelle
Ad-hoc-MitteilungInsiderinformationen, die den Emittenten unmittelbar betreffen, sind unverzüglich zu veröffentlichen.Art. 17 Abs. 1 MAR
Ad-hoc-Mitteilung im Prime Standardauch in englischer SpracheDeutsche Börse
Angebotsunterlage zum Übernahmeangebotin deutscher Sprache§ 11 Abs. 1 WpÜG
Begründete Stellungnahme der ZielgesellschaftVorstand und Aufsichtsrat veröffentlichen sie unverzüglich nach Übermittlung der Angebotsunterlage.§ 27 Abs. 3 WpÜG

Stand: Oktober 2026. Diese Übersicht ersetzt keine Rechtsberatung: Wir übersetzen und redigieren, rechtlich beraten wir nicht. Welche Pflichten für Ihr Unternehmen gelten, klärt Ihre Rechtsabteilung.

Häufige Fragen

Im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse ja: Die Deutsche Börse verlangt dort Ad-hoc-Mitteilungen „auch in englischer Sprache“. Welche Sprache außerhalb des Prime Standards vorgeschrieben ist, klärt Ihre Rechtsabteilung.

Üblich sind „ad hoc announcement“ oder „ad hoc disclosure“. Für den Inhalt verwendet die englische Fassung der Marktmissbrauchsverordnung den Begriff „inside information“, auf Deutsch Insiderinformation. Mehr dazu im Glossar.

Das hängt von Länge und Abstimmungsrunden ab. Sicher ist: Unser Netzwerk arbeitet in mehreren Zeitzonen, und Arbeit über Nacht oder am Wochenende ist bei uns so selbstverständlich wie bei unseren Kunden.

Wir arbeiten mit Ihren Texten, lange bevor der Markt sie zu sehen bekommt, und nehmen den vertraulichen Umgang damit sehr ernst. Für die Datenübergabe bieten wir neben E-Mail-Verschlüsselung einen Up- und Download mit SSL-Verschlüsselung.

Die Pflicht zur Insiderliste regelt Art. 18 MAR. Sie erfasst auch Personen, die nicht beim Emittenten angestellt sind, aber Aufgaben mit Zugang zu Insiderinformationen wahrnehmen.

Die Angebotsunterlage ja: Nach § 11 Abs. 1 WpÜG ist sie in deutscher Sprache abzufassen. Für einen Bieter aus dem Ausland heißt das: Der Weg zu den deutschen Aktionären führt über eine deutsche Fassung, die so präzise ist wie das Original.

Ja. Zu unseren Auftraggebern gehören seit vielen Jahren Agenturen für Strategie- und Finanzkommunikation, die für Unternehmen und deren Investor-Relations-Teams arbeiten. In unserer Referenzliste stehen unter anderem Brunswick Group, Deekeling Arndt Advisors und Hering Schuppener Consulting.

Krisenkommunikation, Change-Management-Prozesse und Vorstandskommunikation gehören zu unserem Bereich IR/PR. Welche Texte Sie im Einzelfall brauchen, besprechen wir mit Ihnen.